Donnerstag, 4. August 2011

gäfgen

thema gäfgen...zynisch g'sehn

Eine sehr weise und demokratische Entscheidung.

...Wenn ich so einige Kommentare hier im Netz lese, dann; Unverschämt, wie die meisten über Gäfgens vor Gericht erstrittenen  „Trostgeldes“ urteilen. Wir leben nun mal in einer rechtsstaatlichen Demokratie, wo auch die Menschenrechte gewahrt werden sollten, das bedeutet aber auch, dass Hochkriminelle wie Kindesmörder Samthandschuhen nur noch angefasst werden sollten. Die physische und psychische Unversehrtheit von Mördern und Kidnappern steht über dem Leben von Kindern, das sollten wir respektieren, egal wie viel Menschenleben so etwas fordert. Im Prinzip hätte ich als Richter Gräfgen wesentlich mehr zugesprochen, er soll doch nicht leben wie ein Hund bzw. nicht so dahinvegetieren wie ein Hartz IV Empfänger.
Kindermörder sind eine soziale Minderheit, die geschützt werden muss. Selbst die UN und auch die KSZE haben dieses brieflich verankert.
Oder wollen wir amerikanische Verhältnisse, wo Mörder wirklich lebenslang eingebuchtet werden bzw. die so gut wie keine Menschenrechte haben? So etwas würde den Grundsätzen einer bundesdeutschen Bananenrepublik wirklich widersprechen. 

Uwe Ostertag
Ochsenfurt

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